Eine kleine Geschichte über GOTT

und die Schöpfung!

Oder: Wie hat alles angefangen ?

 

Hallo lieber Leser,

in diesem Artikel möchte ich den ganz großen Fragen nach dem “Warum” und “Wie” nachgehen. Warum gibt es unser Universum? Und wie hat alles angefangen? Seit meiner Kindheit faszinieren mich diese Fragen. Über den Beginn unseres materiellen Universums mit dem Urknall herrscht weitgehende Einigkeit in der Wissenschaft. Der Urknall selbst ist gut erforscht und die wahrscheinlichen physikalischen Abläufe sind mit mathematischen Modellen durchgerechnet.

Spiritualität und Wissenschaft

Was den Urknall selbst “angestoßen” oder initiiert hat – darüber schweigen sich die meisten Wissenschaftler aus. Mit dem rhetorischen Totschlag-Argument der “sinnlosen” Frage wird eine Erörterung und Diskussion von vorn herein abgewürgt. Nur weil wir in der Tat momentan noch nicht “WISSEN” können, was vor dem Urknall war – es ist schlicht unmöglich, mit wissenschaftlichen Methoden in das “Vorher” zu schauen – können wir doch versuchen, uns geistig/philosophisch diesen Fragen zu stellen. Und wir könnten “trotzdem” zu sinnvollen Antworten finden. Das ist jedenfalls mein Versuch hier.

Bevor ich anfange, meine Gedanken zum Thema zu skizzieren, möchte ich noch darauf hinweisen, dass ich gläubig bin - aber nicht religiös! Ich halte Religionen für Märchen von Erwachsenen für Erwachsene. Und trotz zweifellos manch guter moralischer Postulate in den verschiedenen Religionen (sinnvoll - da fördernd für den sozialen Zusammenhalt), erzählen diese auch sehr viel Schmarrn. Und fördern sogar die Gewalt unter den Menschen, wenn die eigene Religion als allein seligmachend und absolute Wahrheit propagiert wird und alle anderen verunglimpft bzw. bekämpft werden.

Menschen, die diese Welterklärungen so glauben und z.B. Bibelgeschichten wortwörtlich nehmen, haben seit dem Mittelalter geschlafen. Hier gibt es also Spiritualität pur - ohne Religion und ohne Esoterik.

Ich stehe, um es nochmal deutlich zu machen, auf Spiritualität UND Wissenschaft! Für mich ist das kein blödes "Entweder-oder!" sondern ein sich ergänzendes und konstruktives "Sowohl-als-auch!" Die Leute müssen einfach mal miteinander reden, schmunzel :-))

Es lebe die Aufklärung! Punkt! Das muss an dieser Stelle reichen, dieser Artikel ist keine Auseinandersetzung mit den Verfehlungen der Kirchen und ich referiere als Welterklärung auch keine Bibelgeschichten. Kommen wir also zur ersten Frage: “Warum gibt es das Univerum?”

Meine Antwort darauf ist, nicht wissenschaftlich – sondern rein intuitiv:

"Gott möchte sich über seine Schöpfung selbst erfahren!”

Diese Selbsterfahrung ist in einer rein geistigen Welt (vor dem Urknall) nicht möglich. Man kann sich dort zwar alles vorstellen und fantasieren (ähnlich wie wir das in einem Tagtraum erleben), aber nichts hat Konsequenzen. Diese gibt es erst wirklich in einer materiellen Realität, in unserem Kosmos. Im Himmel kann ich mir den Geschmack von Wein zwar ausmalen - aber ihn wirklich trinken, lächel ... und den Kater danach aushalten - das geht eben nur hier. Von Sex will ich jetzt erst gar nicht anfangen, lach ... :-))

Diese Selbsterfahrung ist um so spannender und viel-seitiger, um so komplexer sich die Schöpfung entwickelt und gestaltet. Für diese Betrachtung braucht Gott auch uns: wir sind die Augen, durch die Gott seine Schöpfung betrachtet. Ich meine das nicht nur als metaphorisches Bild, sondern ganz konkret.

Schaue dir selbst auf deine Hände. Die Moleküle deiner Zellen bestehen erst seit Minuten, Tagen oder Monaten. Sie werden ständig neu gebildet. Aber die Atome deines Körpers, gebacken durch Kernverschmelzungen in Supernovas, existieren seit Milliarden von Jahren. Ja – wir bestehen materiell aus Sternenstaub und die Energie dahinter gibt es seit dem Urknall!

Wenn du dir deine Hände ansiehst – dann schaut das Universum/Gott durch deine Augen auf sich selbst. Und kann sich dabei selbst erfahren. Um so höher deine Bewusstheit ist – um so mehr kann sich die Schöpfung erfahren.

Es gibt da einen wundervollen Spruch, eine alte Indianerweisheit:

Gott schläft im Stein. Er träumt in den Pflanzen und erwacht in den Tieren. Und er handelt im Menschen.

Die Antwort auf “Warum gibt es das Universum?” lautet also: Der Wunsch Gottes nach Selbsterfahrung war seine Motivation, den Urknall zu zünden. Und seine Liebe zum Leben – davon unten mehr. Die Ursache des Urknalls war also eine geistige! Wie sollte es auch anders sein? Materiell war ja noch nichts vorhanden, was eine Zündung hätte verursachen können. Sämtliche Rahmenbedingungen des Kosmos, die wir als selbstverständlich erfahren, bildeten sich ja erst mit dem Urknall.

Die Physik des Anfangs erklärt eben die Physik! Die Motivation für den Start haben wir auch! Die Fragen der Menschheit nach dem ganzen Problemfeld der Weltentstehung und Welterklärung haben wir jetzt – elegant, aber elegant :-) - nach “hinten” geschoben, also aus unserer Perspektive “vor” den Urknall.

Wie ist Gott zu Gott geworden?

Wie konnte er diese unglaubliche Intelligenz und geistige Macht werden, die mit einer Entscheidung und einem geistigen Handkantenschlag unser Universum ins Leben bringt? Das ist für mich die entscheidenden Frage! Es ist nur sehr schwer vorstellbar, dass er in seiner Allmacht sofort “erwacht” ist. Diese schwierige Vorstellbarkeit ist natürlich kein Beweis, aber Hinweise können ja durchaus ein Beleg dafür sein, dass man in die richtige Richtung denkt …

Ich stelle es mir so vor, dass Gott in einem geistigen Feld "langsam" erwacht ist und wie seine Schöpfung, unser Universum, einen evolutionären Prozess durchlaufen hat. Vielleicht hat es Milliarden von Jahren gedauert (das ist jetzt nur ein Bild - bitte nicht wörtlich nehmen) bis er überhaupt mal seinen ersten klaren Gedanken fassen konnte ... und weitere Milliarden Jahre, bis er wusste, wie man einen Urknall so konfiguriert, dass dieser ein Universum hervorbringt, das Leben generiert. 

"Wie“ - „Wo“ und „Wann“ war der wirkliche Beginn ??

Begleite mich auf eine kleine Phantasiereise! Wir begeben uns auf eine Reise weit, weit, weit vor den Urknall. Zeit kann hier nicht in Zahlen wie Jahren oder Minuten ausgedrückt werden – sie existiert schlicht noch nicht. Auch Raum gibt es nicht. Zeit und Raum als Qualitäten entstehen erst mit dem Urknall. Was es aber gibt: Geist! Nach meiner Einschätzung erst mal nur als ein geistiges Feld, ich beschreibe es als „ungefärbt“. Ungefärbt jeder weiteren Qualität. Es ist völlig neutral, keine Gedanken und keine Emotionen in ihm, keine Schwingung, keine Frequenz.

Dieses Feld „muss“ dagewesen sein. Sonst hätte sich in einem absoluten Sinne NICHTS entwickeln können, es gäbe keinen Gott, keinen Urknall, kein Universum. Auf die Frage: „Wie entsteht denn ein geistiges Feld in einer zeitlosen Blase im NICHTS ?“ muss ich kapitulieren. Für eine Antwort darauf reicht die Fantasie meines Ameisengehirns nicht aus :-)

Irgendwann (ich wiederhole mich gerne: Worte können eine „zeitlose Zeit“ nicht beschreiben) – gab es so etwas wie einen ersten Gedanken. Vielleicht so wie: „Hoppla, ich bin da ...!“ Und dann: "Uuuups - ich bin allein ...!"

Auch wenn es keine Zeit gibt – es ist nachvollziehbar, dass auch hier „Schritte“  (ich meine Denkschritte, Bewusstseinsprozesse, Lernerfahrungen) nacheinander erfolgen, eben Schritt für Schritt, aufeinander aufbauend ...

Eine kleine Miniseele ist entstanden, die ganz langsam erwacht. Gott ist hier so etwas wie ein geistiges Baby. Das alleine ist in einem geistigen Feld, in dem außer ihm nichts weiter existiert. Liegt hier die ferne Ursache für die unendliche Sehnsucht, die auch wir Menschen manchmal spüren können – die Sehnsucht des Lebens nach sich selbst? Und liegt hier auch die Ursache für die „unendliche Liebe“ Gottes, die in den Nahtoderfahrungen postuliert wird? Eine unendliche Liebe, geboren in den Erfahrungen einer unendlichen Einsamkeit, alleine im NICHTS ?

In dieser zeitlosen Blase vor dem Urknall hatte Gott jede Menge „tja … was eigentlich?“ - sagen wir „unendliche Möglichkeiten“ sich selbst zu entwickeln. Es gab vielleicht schon eine geistige Evolution vor dem Urknall: Der erste initiierende Gedanke … die Babyzeit, die Kinderzeit, die Pubertät … Wer weiß, was Gott da angestellt hat? Vielleicht hat er da sein erstes „rebellisches“ Universum erschaffen, was schon längst wieder eingestampft ist :-))

Gott muss jedenfalls sehr viel Zeit mit rechnen verbracht haben. Ein Matheloser wie ich kann er nicht gewesen sein :-)) Die Naturgesetze sind extrem passgenau aufeinander abgestimmt. Wäre nur eine Regel ein paar Milliprozent anders – unser Universum könnte keine Lebewesen hervor bringen. Die sich dann darüber wundern, wie extrem genau alles zu einander passt  (Früher als Kind habe ich mir immer einen Beweis für die Existenz Gottes gewünscht. Wenn er mal vor meinen Augen vom Himmel runter auf die Erde gebeamt wäre – das hätte meinen Geschmack schon getroffen :-)) So musste ich mich erst lange nebenher ein bisschen mit Physik und Kosmologie beschäftigen, um in meinem alten Atheismus doch etwas unruhig zu werden …)

Diese Evolution, wo aus unserer Perspektive jeder Entwicklungsschritt Sekunden gedauert haben kann – oder auch Milliarden von Jahren, who knows – sorgte dafür, dass sich Gott entwickelt. Von einem geistigen Wesen, dass anfangs nur ein zarter Gedanke war mit dem IQ einer Mohrrübe, zu einer machtvollen Instanz mit einem IQ von mehreren Millionen.

Einer Instanz, die nach Billionen von Entwicklungsschritten weiß, welche Knöpfe gedrückt werden müssen, damit sich ein Urknall so konfiguriert, dass der Materie eine lebensspendende Eigenschaft mitgegeben wird. Vielleicht leitet sich die Evolution unseres Universums eben auch aus dieser „Vorgeschichte“ ab. Die geistige Evolution Gottes (von ganz „einfach“ zu „allmächtig“) spiegelt sich in der Entwicklungsgeschichte unseres Kosmos wieder: erst hatten wir eine materielle Evolution, dann eine biologische, jetzt eine technische und geistige und in zarten Anfängen auch eine spirituelle :-)

Alles entwickelt sich immer noch weiter und auf immer höhere und komplexere Ebenen. Was steht am Ende? Ein steriles, ausgestorbenes Universum, in dem sich viele seiner Lebewesen in ihrer Gier und Dummheit selbst oder andere umgebracht haben? Oder ein lebendiger vielseitiger Kosmos mit entwickelten Lebensformen, deren geistige Möglichkeiten und Fähigkeiten uns (noch) ebenso unverständlich sind wie einem Steinzeitmenschen die Quantenphysik?

Positiv hoffen lassen mich die brandneuen Erkenntnisse der Quantenphilosophie, nach denen wir aus den unendlichen Möglichkeiten im Quantenfeld unsere Realität aktiv selbst auswählen können. Vorausetzung dafür ist, dass man seine Ziele bewusst und mit klarer  Intention sowie mit offenem und warmen Herzen wählt. Das ist dann der Weg zu mehr Glück, Sinn, Erfüllung und Freude! Bisher ist es ja so, dass wir Menschen oft unsere Vergangenheit in Gegenwart und Zukunft weiter leben, weil wir mit unseren alten Verhaltens- und Denkweisen sowie Gefühlen und Verletzungen immer wieder nur die alte Realität kopieren und gleiche oder ähnliche Erfahrungen schaffen. Aber das ist jetzt schon ein eigenes Thema für einen neuen Artikel.

Gott ist tot? Gott ist nicht tot? Ich verabschiede mich mit einem "Gott segne dich!"

Soweit erst mal für heute … dieser Artikel ist so meine momentane Einschätzung, wie sich alles verhalten könnte. Da ich sehr gerne lerne - lerne ich auch sehr gerne dazu! Das ist für mich lebendige Spiritualität: Selbstreflexion und Reflexion im Alltag, wo ich immer wieder schaue, wie ich meinen Horizont erweitern kann :-))

Ich bin daher gaaaanz offen für deine Ideen, Anregungen und Kritik zu meinem Text.

Viele Grüße und alles Gute für deinen spirituellen Weg - wünscht dir mit Herz und Seele dein Ralf Kellmereit

 

PS: Wenn dir dieser Artikel gefallen hat - dann schaue dir doch mal meine beiden You Tube Videos an, die sich auch mit dem Thema Gott und Schöpfung befassen. Auf andere Art und Weise :-))

Freiheit, Liebe und das Universum!

Ein Video über die Werte von Freiheit und Liebe und mit einer nachdenkenswerten Religionskritik! Viel Spaß und Inspiration wünscht dir Ralf

Das Wesen der Schöpfung und unsere verlorenen Herzen!

Ein “Spaziergang” in den Kern unserer Seele. Dorthin, wo unsere Fähigkeit zu Liebe und Selbstliebe angeknackst wurde. Dorthin, wo der Stachel sitzt, der uns zu den ganzen Kämpfen und Krämpfen im Außen antreibt …
Ein Beitrag der Mut machen möchte, das hinter sich zu lassen :-))